Wie weiter mit der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland?

Veröffentlicht am: 15. Juni 2026

Von der internationalen Perspektive über die Bundespolitik bis hin zur konkreten Umsetzung vor Ort: Die Fachtagung „Quo vadis? Inklusive Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland“ spannte einen weiten Bogen und bot den zahlreichen Teilnehmenden vielfältige Einblicke in die Zukunft der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe. Einen eindrucksvollen Auftakt gestaltete Bruder Jean Paul Muller, ehemaliger Generalökonom der Salesianer Don Boscos. Er berichtete über den Stand der Inklusion in salesianischen Einrichtungen weltweit und zeigte auf, wie Inklusion in unterschiedlichen Ländern und kulturellen Kontexten gelebt wird. Den Blick auf die bundespolitische Ebene richtete anschließend Julia Huber, wissenschaftliche Mitarbeiterin einer Bundestagsabgeordneten. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die bisherigen Entwicklungen sowie die nächsten Schritte auf dem Weg zur Zusammenführung der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen im SGB VIII. Wie die inklusive Kinder- und Jugendhilfe vor Ort konkret gestaltet wird, stand im Mittelpunkt der abschließenden Podiumsdiskussion. Vier Verfahrenslots*innen aus den Landkreisen Zwickau und Mittelsachsen sowie den kreisfreien Städten Chemnitz und Dresden berichteten aus ihrer Praxis, schilderten Herausforderungen und teilten erste Erfahrungen bei der Umsetzung der Reform. Damit wurde deutlich, dass Inklusion nicht nur ein politisches Ziel ist, sondern bereits heute in vielen Kommunen aktiv gestaltet wird. Die durchweg positive Resonanz der Teilnehmenden zeigte, dass DON BOSCO SACHSEN mit dem Thema und dem Format der Fachtagung einen wichtigen Impuls gesetzt hat. Die Veranstaltung bot nicht nur fachlichen Austausch auf hohem Niveau, sondern auch wertvolle Anregungen für die weitere Gestaltung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland.

Text: Jens Klafki
Foto: Sebastian Schmidt